Programm Marcela

 

Projekttitel

Programm Marcela

Land

Albanien

Ausgangslage

In Albanien existieren nur wenige Institutionen für behinderte Menschen, vor allem für solche mit schweren Behinderungen. Im Allgemeinen hat sich die Situation etwas verbessert, aber es muss noch viel getan werden, besonders auf lokaler Ebene. Die Vorurteile gegenüber Personen, von denen man sagt,  sie seien “anders”, bestehen immer noch.

Das Institut für Heil-und Sonderpädagogik (L'institut de Pédagogie Spécialisée (IPS), der Universität Vlroë, das seit 2003 besteht, ist die einzige Möglichkeit in Albanien eine akademische Ausbildung im Bereich der Heilpädagogik zu machen. Die zahlreichen Heilpädagogen, die in diesem Institut ausgebildet wurden, stellen ein wertvolles Kompetenzpotential dar, das wesentlich zur Verbesserung der Betreuung von behinderten Menschen in diesem Land beitragen kann. Dies gilt vor allem für benachteiligte Regionen, in denen die Bedürfnisse besonders gross sind. Deshalb ist es wichtig, alles zu unternehmen, albanischen Erziehern zu ermöglichen, ihren Beruf in Einrichtungen in ihrem eigenen Land auszuüben. Dadurch wird verhindert, dass sie ihr Land aus Mangel an Berufsmöglichkeiten verlassen.

Verwirklichung

Im Rahmen des Projekts Marcela wurden 6 dezentralisierte Einheiten für Behinderte (Unité décentralisée du Handicap) geschaffen. Sie wurden auf lokaler Ebene errichtet, und sollen die therapeutische und soziale Betreuung von geistig behinderten und schwerbehinderte Kinder und Jugendliche sichern.

Diese Einheiten werden von Erziehern geführt, die im Institut für Heil- und Sonderpädagogik in Vlroë ausgebildet wurden. Diese dezentralisierten Einheiten (UDH) sollen auch dazu beitragen, den Beteiligten auf lokaler Ebene (Schulen, Eltern, usw) die Probleme und Diskriminierungen, denen behinderte Menschen ausgesetzt sind, vor Augen zu führen.
Verwirklichung.

Die UDH verfügen über die notwendigen Einrichtungen, die eine Betreuung von hoher Qualität sowie den Zugang zu Spezialbehandlungen, wie Physiotherapie oder Ergotherapie ermöglichen. Der Einsatz von partizipativen und spielerischen Methoden fördert die Entwicklung der Kinder.
Das ASED-Projket in den Städten Vlorë und Kukës wurde 2008 gestartet. 2010 und 2011 folgten Gramsh und Elbasan. Die Stadtverwaltungen stellten Räumlichkeiten zu Verfügung, die von ASED vollständig renoviert und eingerichtet wurden. Die Betriebskosten wurden während 12 Monaten von ASED übernommen. Danach übergabt ASED die Verantwortung der lokalen Verwaltung.

Partenariat

Universität von Vlorë

Budget & Dauer

2000-2008